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Von Lerchenfelds übernehmen den Wasserskilift Allgäu

16.April 2019

Seit Anfang des Jahres sind Annette und Christian von Lerchenfeld Pächter des großen Lifts in Blaichach im schönen Allgäu. Sie kehren somit an ihre alte Wirkungsstätte zurück.  Ihr Spot hört nun auf den Namen Wasserskilift Allgäu.

Für alle die sich nicht mehr dran erinnern: Christian hatte von 1995 bis 2008 bereits den großen Lift und von 2005 bis 2009 den kleinen, damals neu errichteten Lift, betrieben. Zu einer Zeit also, als Jungs wie Patrick Viererbe, Peter-Pascal “P2“ Schmidt, Felix Georgii und natürlich auch sein Sohnemann Nico von Lerchenfeld dort ihren Homespot hatten. Zudem ist Christian als Gründer von Sesitec natürlich stark mit dem Sport verwurzelt und kehrt nun wieder dorthin zurück, wo einst alles begonnen hat.

Don’t call it a comeback: Christian Lerchenfeld zurück an alter Wirkungsstätte in Blaichach

Grund genug sich mit einer der prägendsten Personen unseres Sports – der viele bekannte Lifte gebaut hat, von denen wir uns so gerne ziehen lassen – im Rahmen eines kleinen Interviews zu unterhalten. Stattgefunden hat das Ganze am Telefon; Christian in der Sonne an Mast 4 sitzend, ich im Büro aus dem Fenster starrend, wo es gerade ordentlich regnete. Aber gut.

Servus Christian. Wie geht es dir?

Christian: Danke. Bestens. Schließlich sitze ich hier gerade an einem, wenn nicht dem schönsten Lift Deutschlands oder sogar der Welt.

Auf jeden Fall ein richtig schönes Fleckchen Erde, da stimme ich dir zu. Die Nachricht ist eingeschlagen wie eine Bombe: Du wirst zusammen mit deiner Frau ab diesem Frühjahr wieder an den großen Lift in Blaichach zurückkehren. Wie kam es dazu?

Christian: Nachdem ich nach 26 Jahren Selbstständigkeit vergangenes Jahr als Angestellter bei Sesitec arbeitete und merkte, dass das nicht mehr das ist, was mich so erfüllt, hab ich mich mit dem Gedanken angefreundet, nochmal etwas Neues anzugreifen. Als sich dann die Chance ergab, den Lift hier zu pachten, konnten wir nicht widerstehen. Und ja, nun sind wir nach zehn Jahren wieder zurück in Blaichach.

Sicher keine einfache Entscheidung, aber man hört in deiner Stimme die Euphorie. Habt ihr denn noch viel zu tun, bis es wieder losgeht?

Christian: Ja, es gab und gibt einiges zu tun. Wir mussten an den Grünanlagen viel machen, die Gastronomie musste komplett neu ausgestattet werden. Diese liegt uns sehr am Herzen, da sie der Ausgangspunkt für zufriedene Gäste ist. Und dann musste auch am Starthaus noch viel renoviert werden. Aber bis zum Saisonbeginn am Karfreitag, 19.04.2019 sollte alles soweit abgeschlossen sein.

Da dürfen sich eure Besucher freuen. Ihr seid ja nun in der besonderen Lage, dass es quasi zwei Spots an einem Ort gibt. In der Saison 2009 war das schon mal der Fall, damals hattest du allerdings den kleinen Lift. Wo seht ihr eure Stärken und ist die Situation eher eine Chance oder ein Problem? Sowohl für euch als Betreiber, als auch für die Kunden?

Christian: Wir wollen uns durch unser Know-How und dadurch, dass der Kunde bei uns immer an Nummer eins steht, klar positionieren. Für die Besucher werden wir natürlich das Problem der Abgrenzung haben, denn die waren es gewohnt, dass hier alles eins ist. Jetzt können sie sich für den Inselsee Allgäu, also den kleinen Lift an dem auch das System 2.0 betrieben wird, oder den Wasserskilift Allgäu, also unseren Spot, entscheiden. Man kann auf jeden Fall festhalten, dass der Wakeboard-Standort Allgäu gesamtheitlich betrachtet ziemlich attraktiv ist und wir mit beiden Liften den Leuten viel Spaß bereiten können.

Auf jeden Fall eine spannende Konstellation. Was plant ihr sonst für den Sommer?

Christian: Die Leute sollen sich bei uns einfach rundum wohlfühlen. Wir wollen Dienstag und Donnerstag einen Early-Bird-Termin von 7 bis 9 Uhr anbieten, bei dem jeder mit einem gültigen Ticket, egal ob Saison-, Tages- oder 2-Stunden-Karte, vor der Arbeit schon seine Runden drehen kann. Zudem soll es einen kleinen Shop am Lift geben, in dem wir mit Ridersheaven von Tobias Hammer aus Sonthofen kooperieren.

Klingt schon mal gut. Letztlich ist für die Wakeboarder besonders auch das Setup sehr interessant. Aktuell ist euer Park noch gänzlich leer. Was wird sich da tun?

Christian: Da hat sich mein Sohnemann Nico mit eingebracht. Er hat zusammen mit David Vervenne von Unit eine schöne Mischung aus Features für jedes Level rausgesucht. Natürlich ist einiges dabei auch vom Skateboarden bzw. Snowboarden inspiriert. Insgesamt werden es im ersten Jahr acht Features sein, mit denen sicherlich jeder seinen Spaß haben kann. Verschiedene Kicker, ein Bump und zwei Rails aus der Essentials Line. Dazu noch eine Pipe und zwei Boxen. (Anm.: seht selbst in der Galerie)
Der Park in Blaichach war schon zu Zeiten, als wir den Lift erstmals betrieben haben, ein absolutes Aushängeschild und das wollen wir natürlich auch jetzt, wo Features noch viel wichtiger geworden sind, so beibehalten. Leider können wir erst in der Woche nach dem Saisonstart den ersten Teil des Setups ins Wasser stellen, aber dafür haben wir uns für das Opening Wochenende einen spaßigen etwas anderen Wakeboard-Event überlegt. Unter dem Titel „Slalom & Barriers“ kann am Ostersamstag, 20.04.2019 ab 15.30 Uhr jeder der Lust hat teilnehmen. Wir freuen wir uns auf einige bekannte Gesichter. Alle Besucher fahren an diesem Tag gratis.

Hier die Features in der Übersicht:

Eurem Slogan “…weil’s einfach Spaß macht!“ werdet ihr damit schon mal gerecht. Nico hast du gerade schon angesprochen. Er war die letzten Jahre ja nicht mehr so viel in seiner Heimat unterwegs. Werden wir ihn dort, wo für ihn alles begann, in Zukunft wieder öfter sehen?

Christian: Ja. Er hat für den Spätsommer schon angekündigt, dass er ein Camp bei uns machen will und auch sonst hoffen wir, dass er es sich nicht nehmen lässt, einige Zeit im Allgäu zu verbringen. Das würde meine Frau und mich natürlich auch sehr freuen, da wir so nicht nur unseren Sohn sehen, sondern auch unseren Enkel Nalu ein bisschen mehr bei uns erleben könnten.

Das klingt doch gut. Da darf sich die Community auf einen tollen neuen-alten Spot freuen.

Christian: Wir freuen uns wahnsinnig auf die Saison. Seit kurzem haben wir die Konzession für unsere Gastro und obwohl man landläufig sagt “Wer nichts wird, wird Wirt“, sind wir unglaublich stolz darauf. Ich bin überzeugt, dass es ein toller Sommer wird und hoffe alte Bekannte wieder zu treffen und neue Freundschaften zu schließen. Und noch etwas: Wir haben die netteste Betreiberin Deutschlands. Meine Frau. (grinst)

Annette & Christian von Lerchenfeld – stolze Gastronomen am Wasserskilift Allgäu

Den Enthusiasmus spürt man. Du hast richtig Lust auf das Projekt und ich bin sicher, dass ihr dort einen guten Job leisten werdet. Hast du ein Schluss-Statement für uns?

Christian: Wir wollen den Lift wieder zum schönsten Spot der Welt machen. Das war er früher schon mal und jetzt arbeiten wir hart dafür, dort wieder hinzukommen.

Dafür wünschen wir viel Erfolg und hoffen im Sinne der Locals und Besucher auf eine gute Stimmung vor Ort. Euch einen tollen Sommer – muss ja nicht direkt wieder eine Jahrhundert-Hitzewelle wie im letzten Jahr werden. Und wenn doch, dann seid ihr ja bestens vorbereitet und sicher ein guter Anlaufpunkt, wo man sich im kühlen Nass austoben kann.

Wer mehr über den Wasserskilift Allgäu wird in Kürze auf der neuen Website unter www.wasserskilift-allgaeu.de fündig. Aktuelle Infos gibt es zudem immer auf fb.com/lift1971 & instagram.com/wasserskiliftallgaeu.

Ihr wollt euch einen Überblick über die Wakepark-Landschaft des Cable Mekka verschaffen? Dann geht es hier lang: www.cablemekka.com/wakeparks.

 

Das Interview führte Benjamin Wiedenhofer.

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